Katherine
Immer noch 2.5.01.
Mittagsrast in Pine Creek.
Und wie immer geht der erste Weg nach 2 Stunden Busfahrt zur Toilette,
diesmal ein kleines Häuschen an der Bahn.
Auf der Wiese dahinter hüpften 2 Kakadus rum.
Nach dem Mittag( wieder leckere Salate und belegte Brote am Bus)
besuchte ich noch das örtliche Museum.
Wie überall in kleineren Orten eine lose Zusammenstellung von alten Gerätschaften,
hier aus der Goldgräberzeit des Ortes mit einer kleinen Tafel.
Weiter ging es auf dem schon in Nordrichtung gefahrenen Stuart-Highway Richtung Süden.
Ich setzte mich auf Lauer um am Katherineriver den Pegel der Eisenbahnbrücke nicht zu verpassen.
Kathi
erzählte mir am 19.10.03 telefonisch, daß sie sich wunderte,
daß an der Straßenbrücke Schilder stehen, man solle nicht ins Wasser springen.
Eine dortige Bekannte in Katherine hatte den Fluß erstmalig
gleich bei einem Pegelstand von 1,5 unter der Brücke gesehen.
Jedenfalls hat 1998 der Pegel nicht gereicht.
Der Katherineriver war über 14m höher als bei normalen Regenzeiten,
er trat über die Ufer und flutete Katherine bis zu 2m.
Wir fuhren gleich am Ort und damit am uns schon bekannten Campingplatz vorbei,
weil wir etwas hinter dem Zeitplan hinterherhinkten.
Flußaufwärts sägte sich das Wasser über einen langen Zeitraum in Sandstein hinein.
Es entstand ein rechtwinkliges, 30 km langes Schluchtensystem mit 13
durch Stromschnellen geteilten Canyons, genannt Katherine Gorge.
Auf Ausflugsboten kann man die 3 untersten Canyons besichtigen.
Während eines Ausflugs, der nur bei Niedrigwasser (Hochwasser ist wohl 8m höher) gemacht wird,
benutzt man mehrere Boote, da die Stromschnellen zu Fuß überwunden werden müssen.
Die Kajaks wurden trotz Süßwasserkrokodilen im Fluß ausgeliehen.
Diese kleineren und nicht aggresiven Tiere stellen keine Gefahr dar.
Am anderen Ufer entdeckte ich Schilder, die Aborigines-Felszeichnungen erklärten.
An der Bootsanlegestelle konnte man viele fliegende Tiere sehen.
Die Mehrzahl waren gerade nicht fliegende "Fliegende Hunde" auf ihren Schlafbäumen.
Da sie sich ruhig verhielten und sie ja sonst in der Dämmerung aktiv sind,
konnte man jetzt auch ihr rotes Fell sehen.
Außerdem saß noch der "Lachende Hans" unmittelbar über unserem Fußweg.
Er wird auch Kokaburra nach seinen Lauten genannt
und ist der größte Vetter unseres Eisvogels.
Letzte Änderung am 31.10.2003





