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Uwes Australienseite (Bus-Camping-Tour)

Alice Springs

Alice Springs alte Station der Flying Doctors Am Nachmittag des 4.5.01 kamen wir in Alice Springs an. Unser erster Besuch galt einer alten Station der Flying Doctors. In diesem Museum erfuhr man viel über das durch Spenden finanzierte Unternehmen.
Die erste medizinische Hilfe erfolgt über Funk und einen standardisierten Medikamentenkoffer, den alle Farmen haben. Medizin nach Zahlen. Flüge erfordern oft noch eine Autofahrt bis zur Farm, die nicht alle eine eigene Rollbahn haben; und der Hubschrauber kostet zu viel.
Todd-River Danach ging es noch kurz in die Stadt.
Auf dem rechten Bild sehen wir die örtliche Regatta-Strecke. Im Bus sahen wir ein Video über die Henley-on-Todd. Diese Regatta, benannt nach einem großen Bootsrennen in England(?), fiel 1997 aus, weil Regenfälle für Wasser im Fluß sorgten. Die Rennen gestalten sich so, daß Bootsatrappen ohne Boden über den Kiesboden des Flußbettes getragen werden. Es gibt viele unterschiedliche Bootsklassen und das Ganze ist ein großer Spaß am ersten Oktoberwochenende.
Abends machte ich mal wieder Waschtag.
Im Campingplatz-Restaurant gab es außer gutem Essen auch Musik: Didgeredoo + Gitarre.
Alice Spring Telegraphenstation Am 5.5.01 war bereits 8.oo Uhr eine Führung. In der Stadt lasen wir David, unseren Führer, auf, um mit ihm zur Telegraphenstation zu fahren. Hinter der Telegraphenstation, welche ein Herr Todd errichtete, war eine der wenigen ganzjährigen Wasserstellen. Sie wurde nach seiner Frau benannt und später der Ort nach der Quelle. Dort zeigte er uns bei einem Rundgang viele Pflanzen: Zitronengras (Geschmack), "Büffel"gras, Buschtomate und ihr brechreizerregender Doppelgänger, und den Eisenholzbaum, aus dem die Aborigines verschieden Geräte basteln.
Er erzählte uns auch einiges zur wenig ruhmvollen Behandlung der Ureinwohner durch europäische Einwanderer. Australien hat bis in die 70er Jahre des 20. Jahrhunderts Aborigines-Kinder von ihren Eltern getrennt, damit sie kulturvoll aufgezogen werden. Frauen wurden bis in die 60er zwangssterilisiert.
In zwei Romanen, "Traumfänger" und "Traumzeit", hat Marlo Morgan darüber und über alte Traditionen der Aborigines geschrieben.
Ich durfte diese Bücher mir mal vom Mitreisenden für die langen Busfahrten ausleihen. Buschtomate
Eine Tanz- und Musikvorführung zeigte uns einen kleinen Einblick in die Kultur der Aborigines.
David und David Geräte David, der selbst Halbaborigines ist, zeigte uns traditionelle Farbherstellung und Werkzeuge. Bumerangs, welche zurückkommen, sind schlecht für die Jagd. Es gibt Bumerangs zum Töten, sie sehen wie eine 7 aus. Außerdem werden sie noch zum Graben, Feuermachen und zur Musik genutzt.
Zu sehen gab es noch Schalen und Schilde. Ein Gefäß zum Schöpfen hatte eine Dichtungsmasse aus Spinnifexgras. Diese Dichtungsmasse ist sehr kostbar, da schwer zu gewinnen. Bei alten Geräten konnte wohl mal ein Alter der Dichtungsmasse von 15.000 Jahren nachgewiesen werden.
Bei der Speerschleuder aus Eisenholz, erkenntlich an der hellen und dunklen Farbe, wurde ein Dorn mit Känguruhsehnen befestigt und auch mit der Spinnifexmasse verklebt.
Wahrzeichen von Südaustralien Dornenteufel Nach Mittagessen in der Stadt, in der wir einen der Tänzer in "Zivil" sahen, ging es zum Desert-Park, einem sehr weitläufigen Tierpark. Die Flugschau, die ähnlich wie in Darwin gewesen sein soll, ersparte ich mir. Dafür konnte ich einer Fütterung von Bienenfressern zuschauen. Vogel Außerdem konnte ich schön lange im Nachthaus alleine die Tiere beobachten. Eine Pflegerin machte mich auf riesige Heuschrecken in einem Terrarium aufmerksam. Sie fütterte gerade die Tiere, denen ich nicht ohne trennende Glasscheibe begegnen möchte. Opposums und ander Beuteltiere waren in ihren Gehegen zu sehen.
Im Ein- und Ausgangsbereich des Nachthauses, als Übergangsbereich, waren viele Schlangen und Echsen zu sehen. Die Fotos vom Dornenteufel sind sogar ohne Blitz gelungen. Volieren zeigten Vögel in unterschiedlichen Biotopen.
Abends gab es Gitarrenmusik im Platzreataurant, mit dem Klubtanz und anderen Liedern zum Mitsingen.
Vorher war noch eine Reptilienschau mit Anfassen. Eine heimische Echse legt sich als U zur Ruhe, und da der Schwanz die selbe Form hat wie der Kopf (er hat nur keine blaue Zunge), werden Angreifer verwirrt, da sie nicht erkennen können, wo vorne und hinten ist.

David traf ich übrigens im Juli 2002 auf einem Campingplatz südlich von Barcelona. Im Mai 01 ist er nach Europa und wollte als nächstes zwischendurch in die Schweiz, weil Touristenvisa für die EU nur eine begrenzte Gültigkeit haben. Ich habe ihn angesprochen mit der Frage, ob er einen Bruder in Alice Springs hat, weil er mir dunkler als in Australien vorkam. Zweiteres bestätigte er mir auch, er hatte in Europa nicht mit so viel Sonne gerechnet. Naja, Spanien.
Er war mit einem Holländer unterwegs, der ihn auch aus Alice Springs kannte und ihn mit nach Spanien nahm. David konnte sich auch noch an mich errinnern, weil unsere Toristengruppe eine der letzen war, die er führte. Führungen machte er nur am Wochenende, in der Woche arbeitete er einem Laden in Alice Springs.

Letzte Änderung am 31.10.2003