Südaustralien
Freitag, 11.5.03: Es geht weiter Richtung Süden durch Wüste.
Nach Überquerung der Eisenbahnlinie nach Perth,
die etwas weiter westlich über 400 km nur geradeaus führt,
erreichen wir ein Gebiet von Seen aus Salz.
Hier sehen wir auch Wüstenmelonen,
die von einigen gekostet wurden (bitteres Fruchtfleisch in der Mitte).
Uns wird von einem Raketentestgelände erzählt,
wo auch Atombomben getestet wurden.
Einige Jahre nach Testende wurde dieses Gelände großzügig den Aborigines zurückgegeben.
Erst seit wenigen Jahren ist das gefährliche Gebiet abgezäunt.
Mittag war in Woomera, dem Städtchen des Raketenzentrums.
Aus der Wüste gestampft,
diente es der Unterkunft 5.000 Armeeangehöriger und ihrer Familien.
Es gab eine umfangreiche Ausstellung verschiedenster Flugkörper,
die hier auch von den Britten getestet wurden.
Später fuhren wir lange an der Woomera versorgenden Wasserleitung lang.
Sie soll 700 km lang sein und vom Woomera River kommen.
Bei Port Augusta, mit Mangroven am Indischen Ozean,
endeten an speziellen Plätzen die Routen der Road Trains.
In der Nähe, in den Flinders Range, erreichten wir unseren letzten Zeltplatz der Tour.
Auf der Schaffarm wurden uns Wombats,
die als Jungtiere bei ihrer überfahrenen Mutter gefunden wurden,
gezeigt.
Da sie Höhlen graben, war das Gehege stark gegen Untergrabung gesichert.
Eine Schafschur wurde uns vorgeführt.
Abends trollte ich mich recht zeitig vom Lagerfeuer,
da meine Schmerzen im Fuß stärker wurden.
Samstag, 12.5.01: Es wurde wie üblich um 6.oo Uhr aufgestanden,
aber erst später abgefahren.
Unsere Zelte sollten richtig abtrocknen,
damit sie bis zur nächsten Reise ordentlich gelagert werden können.
Außerdem gaben wir noch unser Campinggeschirr ab.
Dann ging es weiter auf die Regenseite der Flinder Ranges, der Kornkammer Australiens.
Der Regen war aber in diesem Jahr ausgeblieben, es sah alles sehr trocken aus.
Schafe fanden zu wenig Futter und es mußte zugefüttert werden.
Ralf stellte fest, daß wir jetzt in einem Gebiet angekommen waren,
in dem nicht mehr jeder Ort in der Australienkarte verzeichnet war.
In Tonunda, einem Örtchen im Zentrum des Barossa Valey, machten wir Mittag.
Später mußte ich feststellen, daß mein Strohhut dort liegenblieb.
Am Nachmittag verkosteten wir Wein auf einem Weingut in Yaldara.
Ein Flasche Portwein fand den Weg in mein Gepäck.
Auf dem Weg nach Adelaide sahen wir nach langem wieder Pferderennbahnen.
Abends in Adelaide war ich thailändisch essen.
Die Unterkunft war in einem einfachen Hotel im Zentrum.
Sonntag, 13.5.03: Mit leichtem Frühnebel ging es am letzten Tag
der 4-wöchigen Bus-Camping-Tour nach Melbourne.
In immer grünerer Gegend ging es durch die Kornkammer Australiens.
Bei einem kurzen Halt konnten wir Albinokänguruhs in einem Gehege fotografieren.
Ein Kakaduschwarm flog über blühende Bäume.
Am Nachmittag war noch ein Halt in Hall Gap im Grampians National Park,
einem Ausflugsziel der Melbourner.
Hier sollte man mit etwas Glück freilebende Koalas sehen können.
Schilder am Straßenrand warnten jedenfalls vor Koalas.
Am herbstlichen Nachmittag war schon alles im Schatten,
sodaß die Fotos so toll nicht sind.
Känguruhs ästen zwischen Bungalows und ein Papageienpärchen war auch am Nest.
Letzter Toilettenstopp war in Beafort.
Herbstliche europäische Bäume verbreiteten eine wehmutsvolle Stimmung im Bus.
Wir waren mittlerweile soweit südlich,
daß Schilder vor Straßenglätte bei Frost warnten.
Vom Handy unserer Reiseleiterin Gertrud rief ich Kathi an
und ließ sie den für mich günstigsten Ausstiegshalt wählen: die Spencer Street Station,
an der Kathi mich dann auch erwartete.
Ein Glück - denn während meiner Reise sind Kathi und Jan
innerhalb Melbournes umgezogen.
Nach und nach verließen wir Reisenden den Bus,
um individuell weiter zu reisen.
Einige wollten noch die Ostküste erforschen,
Joel wollte nochmal östlich von Darwin in die Kimberleys und
die meisten wollten nach mehr oder weniger Tagen wieder zurück.
Ich ging noch Kathi und Jan auf die Nerven, indem ich bei ihnen wohnte.
Letzte Änderung am 11.11.2003





